Schleswig-Holstein
Das nördlichste Land der Bundesrepublik Deutschland ist Schleswig-Holstein, das als Land zwischen der Nord- und Ostsee bezeichnet wird. Seit der Gründung des Landes im Jahr 1946 ist Kiel die Landeshauptstadt, in Deutschlands zweitkleinstem Flächenland. Das Land wurde bereits nach der ersten Eiszeit von Jägern und Sammlern besiedelt und etwa 4000 v. Chr. sind die ersten Ackerbauern ins Land gekommen. Auch heute arbeiten noch sehr viele Einwohner in der Landwirtschaft. Traditionell ist Schleswig-Holstein ein strukturschwaches Land, das mit Kiel und Lübeck lediglich über zwei Großstädte verfügt.
Vielfältige Kultur
In Schleswig-Holstein hat der Tourismus eine sehr große Bedeutung. Bei den zumeist deutschen Touristen sind besonders die nordfriesischen Inseln und die Ostseebäder beliebte Ziele. Durch die dänischen und friesischen Einflüsse ist die Kultur von Schleswig-Holstein sehr vielfältig. Die Lage zwischen der Nordsee und der Ostsee sowie die primär bäuerliche Kultur sind prägende historisch-geografische Faktoren. Der skandinavische Einfluss zeigt sich im Norden des Landes in der Architektur und in der Wohnkultur. Die Städte Lübeck und Schleswig sind die Schwerpunkte des kulturellen Lebens. Die Nordsee wird geprägt vom UNESCO Weltkulturnaturerbe Wattenmeer und den Deichen. An der Ostseeküste erwarten die Touristen Steilküsten und weiße Sandstrände sowie im Binnenland die in sanfte Hügellandschaften eingebetteten romantischen Seen. Alle Städte von Schleswig-Holstein weißen einen maritimen Charakter auf.